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Laborbericht zum 17.11.22

Aktualisiert: 9. Juni 2023




Noch kurz zur Erinnerung zum Zweck dieser Einrichtung: Das Fördern und Unterstützen von Ideen und Initiativen zur Stärkung und Belebung der Altstadt.

Circa zwanzig am Obigen Interessierte trafen sich im November im Klangtheater an der Hohengasse um die Resultate des 1. Labors vom letzten Jahr zu statuieren, Fortsetzungsstrategien zu entwerfen und neue Projekte aufzunehmen.


Projekt A war die «Entwicklung eines Prozesses für einfache Umsetzung von Ideen im öffentlichen Raum.» Es ging dabei natürlich um den Gang durch die Ämter – ein eher mühsames Unterfangen in der Vergangenheit.

Erfreulich deshalb das Interesse der Stadt am Labor und diesem Projekt: Ruedi Holzer, Leiter der Baudirektion, war unter den Laboranten. Seine Amtsstelle ist neu für die Koordination von Projektideen aus der Bevölkerung zuständig. Dabei geht es um Vorhaben, die nicht nur die Baudirektion, sondern auch andere Stellen in der Verwaltung tangieren.

Mich Ruch, Initiator des Projekts, betonte, dass die Niederschwelligkeit einen hohen Stellenwert dabei haben muss und das Gesuchsteller und Gremium auch in persönlichem Kontakt stehen sollten und nicht nur auf dem Papierweg entschieden wird.

Noch ist es Zukunftsmusik, aber so soll es unter dem Kürzel KORAB (Koordination Oeffentlicher Raum Burgdorf) ablaufen: Eine initiative Bürgergruppe stellt mittels eines einfachen Formulars ihr Projekt vor. Die Baudirektion bittet die Kollegen aus anderen Ressorts (z.B. Sicherheit, Stadtmarketing, Kultur) zu einer Sitzung um über die Machbarkeit/ Förderung im Rahmen geltender Verordnungen zu sprechen. Bei Unklarheiten werden die Gesuchsteller kontaktiert. Die Geisteshaltung dieses Gremiums ist von unterstützendem Wohlwollen geprägt. Das sind klare Signale!

Kürzlich wurde diese Haltung durch eine Begehung der Hofstatt im Hinblick auf Aussenbestuhlung durch Gastronomie und Stadt deutlich (Projekt B): mit grossem Aufgebot an Verantwortlichen aus den Stadtdirektionen, mit dem beteiligtem Gastronomen* und Dieter Baumann als Vertreter von unserer Seite wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Mehr Aussenfläche für die Restaurants, aber auch schöne Sitze und Tische für Nicht-Konsumenten. Eine junge Mitarbeiterin in der Baudirektion wurde direkt mit der Suche nach dem Mobiliar beauftragt. Wir freuen uns, im Frühjahr dort Platz zu nehmen! * besagter Gastronom ist Christoph Schafroth, der Initiant des Projekts B «Nutzung und Möblierung der Hofstatt», ein unermüdlicher Kämpfer für den vereinfachten Weg durch die Ämter


Projekt C war der temporären Transformation der Grabenstrasse gewidmet, eine Initiative des Forums für Architektur und Gesellschaft (FAG). Im Sommer soll dort mehr Leben herrschen, ein Container mit Aussenbestuhlung, vielleicht eine Spielzone für Bodenschach oder Installationen für sonstige Kurzweil. Der ehemalige Promenaden-Charakter der Strasse soll so wieder erweckt werden. Das Projekt scheiterte an der nicht geklärten Zuständigkeit in den Behörden. Das FAG wird darüber entscheiden, ob dieses Projekt weiterverfogt werden soll.

Ebenfalls mit einer Veränderung der Grabenstrasse befasst sich Projekt D. Da geht es um Tiefgreifenderes: Im Rahmen der Stadtmauer-Sanierung ist an eine daran angrenzende Gebäudezeile mit Ateliers und Wohnungen gedacht worden. Ebenfalls vom FAG angeregt, die zu dem Thema einen «Bastelmorgen» veranstalteten. Der nächste Schritt besteht darin, eine kleine Dokumentation dem Ressort für Stadtentwicklung vorzustellen.

Kurze, provokante Abschweifung für Autofahrer, denen die Parkplätze an der Grabenstrasse lieb und teuer sind: Wir haben an besagter Strasse ein sehr geräumiges Parkhaus mit moderaten Tarifen (Belegungsgrad heute ca. 16%). Oder vielleicht sogar ohne Tarife, nachdem es ab 2023 der Stadt gehört, die das so zum Wohle der Oberstadt bestimmen könnte.


Beim Projekt E ging es um das Wiederaufleben der Städtepartnerschaften mit Burgdorf im deutschen Niedersachsen, Epesses im Kanton Waadt und San Pellegrino Terme in der Provinz Bergamo, Italien. Initiant Thomas wird die Sache neu an die Hand nehmen und beim Stadtpräsidenten und dem Stadtmarketing vorstellig werden. Ihm schwebt zum Beispiel ein städtepartnerschaftliches Fest auf der Schützenmatte, Schüleraustausch und ähnliches vor.


Projekt F, die KiTa in der Oberstadt ist in der Verhandlung für Räumlichkeiten. Und zwar in dem Gebäudes an der Kronenhalde, hinter der Firma Seiler, das noch einige Zeit im Umbau befindlich sein wird. Initiantin Iris bleibt am Ball.

Projekt G (wie Gardening) von Roswitha Costa drehte sich um Wildpflanzen, die das Stadtgebiet (und dessen Bewohner) beleben sollen. Damit man weiss, was und wo Gutes aus dem Boden spriesst, hat Roswitha inzwischen vom Stadtmarketing den Auftrag, Wildpflanzenführungen durch Burgdorf zu veranstalten. Ab nächstem Frühjahr wird dies von offizieller Seite angeboten und beworben. Ein sehr erfreuliches Ergebnis!

Ihr zweites Anliegen, auf öffentlichem Grund Wildpflanzen gezielt anzusiedeln, ist noch in der Projektphase. In den erklärten Zielen der Gemeinde nimmt die Biodiversität einen wichtigen Platz ein. Roswitha arbeitet im Moment an einem Projektpapier, wie sie mit ihrem fundierten Pflanzen-Wissen Stadtgrün Burgdorf in dem Bereich helfen kann. Dabei erhält sie Unterstützung von Felix Haller, dem Leiter der Stadtentwicklung.

Res Hugi (Projekt H) hat seinen Skulpturenweg des Künstlers Werner Ignaz Jans bereits vollständig für den 1. Juli 2023 organisiert. Hut ab!


Neue Anregungen


Stadtplan mal anders Christa Schönenberger findet, was Luzern kann, können wir auch! Die Zentralschweizer verfügen über einen attraktiven, informativen Stadtführer, an dem es uns in der Form mangelt. So sollte es zum Beispiel Erlebnis-Routen für entdeckungsfreudige Gäste aus nah und fern geben, bei denen auch das Shopping nicht zu kurz kommt. Es stellte sich heraus, dass so ein Projekt bereits bei Sam Klötzli und Christoph Balmer im Entstehen ist. Christa Schönenberger und Eva-Maria Wolf schauen im neuen Jahr, ob diesbezüglich Synergien möglich sind.


Mehr Zusammenspannen

Verbindende Elemente und Themen wünscht sich Christa auch für die Geschäfte in der Altstadt. Ein visuell erfahrbarer Zusammenhalt würde die Attraktivität des Gewerbes fördern. Ansprechpartner für dieses Anliegen ist Pro Burgdorf.


Nutzung von Leerständen mit Pop-Ups

Dieter und Eva werden sich 2023 zusammen mit Ruedi Holzer um die temporäre Bespielung von leerstehenden Geschäftsräumen bemühen. Denkbar sind Künstlerateliers, Handwerk zum Zuschauen oder Start-Ups, die vorübergehend einen Platz suchen.


Bernhard Luginbühl im öffentlichen Raum

Paul würde gerne dem bedeutenden Burgdorfer Künstler mehr öffentlichen Raum geben.


Ein Pass für alle

Es gibt etliche Museen und Ausstellungen in Burgdorf. Schön wäre, wenn unsere Besucher mit einem einzigen Pass all diese Einrichtungen besuchen könnten. im Zuge der Einführung einer Kurtaxe wäre das ein Bonbon für den Tourismus. Jürg Kämpf vom Klangtheater will bei der Stadt einmal nachhaken.

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